AUSCHWITZ

 

Phurdo veranstaltete 2015 eine Gedenkreise nach Auschwitz.

 

  Eingefallenes Gesicht

  erloschene Augen

  kalte Lippen

  Stille

  ein zerrissenes Herz

  ohne Atem

  ohne Worte

  keine Tränen.

 

Dieses Gedicht schrieb der Rom Santino Spinelli und es steht für die Grauen des Porajmos (Holocaust).  Zwischen 1933 und 1945 wurden bis zu einer halbe Million Menschen in Europa als „Zigeuner“ Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie. Ziel der Nazis war es, alle Kinder, Frauen und Männer zu vernichten, die dieser Minderheit angehörten. Auschwitz-Birkenau war das größte „Zigeunervernichtungslager“, in dem Roma und Sinti familienweise interniert waren. Am 2. August ist offizieller Roma- Gedenktag und wir, vom Verein Phurdo Salzburg, konnten dabei sein. Neben dem Beiwohnen der Gedenkfeier konnten wir uns vor Ort ein Bild von diesem schrecklichen Verbrechen gegen die Menschheit machen. Die Eindrücke, die wir gewannen sind in keinem Buch zu lesen oder in keiner Dokumentation zu sehen. Es war für uns sehr wichtig vor Ort zu sein, um die Geschichte hautnah zu erleben. Es ist unabdingbar, die Geschichte zu kennen, um zu vermeiden, dass sie sich wiederholt.  Der Verein Phurdo gedenkt den Opfern in dem Bewusstsein, DASS DAS NIE WIEDER GESCHEHEN DARF! Unsere Arbeit und Aufgabe des Vereins, eine noch immer unter Diskriminierung leidende Minderheit zu vertreten, bekam durch den Aufenthalt noch einmal mehr Bedeutung und Tragweite. Wir danken dem Zukunftsfonds der Republik Österreich recht herzlich, dass sie diese Reise unterstützten!

 

Eine aus 16 Personen bestehende Gruppe besuchte im Rahmen der Phurdo-Gedenkreise am 2. August gemeinsam das Auschwitz-Museum und nahm an der Gedenkfeier der Roma und Sinti teil. Bei der Gedenkfeier begegnete Phurdo einigen Persönlichkeiten des politischen Lebens, die der Volksgruppe angehören. Eine große Ehre war es Phurdo, Soraya Post, Abgeordnete zum Europäischen Parlament, persönlich kennen zu lernen. Roman Kwiatkowski, der Vorsitzende der Roma-Vereinigung Polens, lud nach der Gedenkfeier in seinen Garten ein, wo sich die Stimmung der Gäste wieder aufhellte und man sich die Traurigkeit von der Seele tanzen konnte.